Meine Augenlaser-OP // Meine Erfahrung mit der SMILE-Methode

17. Januar 2018

Ich habe euch auf Instagram von meiner Augenlaser-OP erzählt und viele haben mich gebeten, darüber zu berichten. Aufgrund der hohen Nachfrage möchte ich Euch meine Erfahrung teilen und erzählen, wie es ablief. Als ich mich informiert habe, welche Methoden es gibt und welche für mich in Frage kommt, bin ich relativ schnell auf die SMILE-Methode gestoßen. Es ist die neuste Methode des Laserns und vollkommen überzeugt hat mich dann auch das Video, das ich Euch mal mit eingebunden habe. Wie Ihr darin schon seht, ist die SMILE-Methode minimal-invasiv, besonders soft und sicher. Bei der Entscheidung habe ich mich mit meiner Mutter abgesprochen und ihr Grundsatz war schon immer, dass bei solchen Dingen wie solchen Eingriffen niemals gespart wird, sondern die Sicherheit immer vorgeht und nur das Beste genommen wird. Deshalb entschieden wir uns für diese Methode. Ich habe die Laser-OP bei Smile Eyes machen lassen. Ich kannte Smile Eyes bereits aus München und war schon länger Patientin. Wegen der Nähe habe ich mich dann für Leipzig entschieden. Ich habe mich sehr aufgehoben gefühlt und kann die Praxis total weiterempfehlen! Die OP hat für beide Augen 5.000€ gekostet. Ich hatte eine Sehschwäche von -4,5 Dioptrien auf beiden Augen.

Die erste Voruntersuchung – Etwa einen Monat vor der OP war ich bei einer ersten Voruntersuchung, die etwa 30 Minuten dauerte und das Auge untersucht wird, ob es überhaupt für eine OP geeignet ist. Es wurde eine Sehtest und noch einige einfache Tests mehr gemacht. Nach 30 Minuten war schon alles vorbei und wir konnten wieder gehen.

2 Wochen vor der OP – Ab 14 Tagen vor der OP durfte ich keine Kontaktlinsen mehr tragen, weshalb Ihr die OP gut planen solltet. Ich habe darauf geachtet, dass ich keine Events oder andere Termine hatte, bei denen ich mich mit Brille unwohl gefühlt hätte. Hat aber alles super geklappt.

Große Voruntersuchung einen Tag vor der OP – einen Tag vor der OP gibt es eine ausführliche Untersuchung, die 2 Stunden dauert. Dort werden viele Tests gemacht und Ihr könnt an diesem Tag auch kein Auto fahren, denn ihr bekommt Tropfen in die Augen, die Euch fahruntauglich machen. Mein Freund hat mich gefahren und danach wieder abgeholt. Die Tests sind alle ganz okay. Am Anfang einige kurze Tests, bei denen man nur in verschiedene Geräte sehen muss. Dann bekommt man Tropfen in die Augen (sie brennen für ein paar Sekunden wie Zwiebeln in den Augen) und muss 20 Minuten warten, bis dann erneut ein Test gemacht wird. Es dauert insgesamt 2 Stunden, ist aber alles nicht schlimm. Dann bekommt Ihr das finale OK, ob die OP stattfinden kann und Eure Augen dafür geeignet sind.

Tag der Laser-OP – Am Tag der OP ging alles sehr schnell. Wir waren um 11:30 in der Praxis und um 11:58 schon wieder im Auto. Nach der Ankunft mussten wir nicht mal warten, sondern ich kam direkt in einen Raum, in dem ich OP-Kleidung über meine Kleidung angezogen habe, Augentropfen (die brennen nicht) und eine Beruhigungstablette bekam. Es liegen Süßigkeiten und Getränke bereit, falls Ihr sehr aufgeregt seid. Gleich nebenan war dann der OP-Raum. Ich legte mich auf die Liege und dann wurde zuerst das rechte Auge abgeklebt und mit einer Zange offen gehalten. Ich erzähle Euch jetzt von meiner ganz persönlichen Erfahrung mit der OP, nicht die medizinische Vorgehensweise, denn das könnt Ihr gern alles auf der Seite von Smile Eyes nachlesen. Nachdem das Auge abgeklebt und offen gehalten wurde, wurde ein wenig Wasser über das Auge gespült, um es sauber zu machen. Dann kam der Laser wie ein weißer, heller Ring immer näher an das Auge, bis ich nur noch ein Licht sah. Von Sekunde zu Sekunde wurde es dann immer unschärfer, bis ich nur noch schwarz gesehen habe. Das war ein sehr komischer Moment und ein bisschen unangenehm, aber es dauerte nur wenige Sekunden. Dann musste ich einem weißen Licht folgen und langsam wurde es wieder schärfer. Ich habe absolut nicht gespürt, dass jemand etwas im Auge gemacht hat. Vielleicht einen leichten Druck, aber das war es auch schon. Dann war es vorbei. Danach war das linke Auge dran. Nachdem auch das fertig war, machte ich die Augen kurz zu und als ich sie öffnete sah ich wie durch ein Milchglas. Aber bereits da besser als mit Brille. Ich bekam noch einen Muffin und ein Foto und 5 Minuten später waren wir schon draußen. Da war ich nicht lichtempfindlich und es hatte nichts wehgetan. Als wir dann im Auto waren, hat es ein wenig angefangen zu brennen. In unserer Airbnb Wohnung habe ich dann für 2 Stunden kaum meine Augen aufbekommen, denn es hat gebrannt, gedrückt und ich war sehr lichtempfindlich. Nach zwei Stunden war alles wie weg und seitdem hatte ich kaum noch “Schmerzen”. Die Schmerzen haben sich aber alles in allem echt in Grenzen gehalten. Ab dieser Minute wurde das Sehen bereits stündlich besser und am Abend konnte ich schon fast scharf sehen. Man muss übrigens alle zwei Stunden Augentropfen benutzen. Wir gingen an diesem Tag früh schlafen und ich konnte wunderbar durchschlafen.

Einen Tag danach – am nächsten Morgen war ich ganz gespannt aufzuwachen. Mein erster Griff ging natürlich zur Brille, aber dann ist mir eingefallen, dass ich sie ja gar nicht brauche. Ich habe einfach an die Decke gesehen und die Lichter beobachtet, die an der Decke hin- und herfuhren. Es war wirklich toll, einfach aufzuwachen und wieder scharf sehen zu können. Ein weiterer Effekt, der mir an diesem Tag aufgefallen ist: das Weiße in meinem Auge war so schön reinweiß, dass meine Augen ganz anders aussahen. Leider blieb das aber nicht. An diesem Tag sah es aber total schön aus. Dann mussten wir noch mal zum Arzt und sie kontrollieren lassen. Er guckte kurz nach und machte mit mir einen Sehtest. Meine Augen hatten bereits an diesem Tag 100% Sehstärke. Normal für einen Tag nach der OP wären 60% gewesen.

Eine Woche später (heute) – es lief also alles super. Ich habe fleißig meine Augetropfen 5 Mal am Tag verwendet und im Alltag sehe ich nun komplett scharf. Ich habe mir die ersten Tage schwer getan lang auf Bildschirme zu sehen, aber das hat sich auch wieder gelegt. Jetzt merke ich kaum noch etwas und die Trockenheit ist auch schon fast weg. Morgen findet meine vorletzte Untersuchung statt, die man eine Woche nach der OP macht. Einen Monat nach der OP findet dann die letzte Untersuchung statt. Sollte noch etwas sein, werde ich Euch natürlich informieren!

Mein Fazit: Ich kann es total empfehlen, denn mein Leben hat sich komplett geändert. Keine roten, brennenden Augen mehr. Keine Kontaktlinsen, keine Brille. Es ist eine große Last, die einem genommen wird. Ich muss immer wieder an eine Szene aus Grey´s Anatomy denken, in der Erika erzählt, wie sie sich fühlte, als sie das erste Mal eine Brille aufgesetzt hat. Ich hatte nun schon 9 Jahre eine Brille bzw. Kontaktlinsen. Wenn Ihr Euch bisher noch keine Gedanken über Sehschwäche gemacht habt: macht einen Sehtest. Denn wenn Ihr wirklich schlecht seht, dann nehmt Ihr das aber als normal an und kennt die volle Sehkraft gar nicht. Ich selbst habe es erst bemerkt, als ich eine Brille von einer Freundin aufgesetzt habe. 

 

8 Gedanken zu „Meine Augenlaser-OP // Meine Erfahrung mit der SMILE-Methode“

  1. Danke für die ausführliche Beschreibung! Es ist wirklich sehr hilfreich, wenn man wie ich über eine Laser-OP nachdenkt.
    Vor allem vor diesem Moment, wo man kurz nichts mehr sieht, habe ich ein bisschen Angst. Aber es beruhigt mich etwas, dass es bei dir nur kurz und wenig unangenehm war :)
    Die Smile-Methode werde ich mir dann mal genauer anschauen.

    LG
    Lena

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