Minimalistisch Leben | Ein paar Gedanken.

13. Oktober 2016

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Vergangene Woche hatte ich wieder einmal Lust, meinen Kleiderschrank auszusortieren. Ich könnte es gefühlt jede Woche machen und weniger wird es trotzdem nicht. Diesmal habe ich es ziemlich radikal gemacht und nun wirklich nur noch einen Bruchteil in meinem Kleiderschrank. Warum ich eigentlich aussortiert habe? Weil ich genervt von dem Inhalt bin und oft nur zu den gleichen Sachen greife. Viele Sachen trage ich nicht, weil mich die Massen an Kleidung nerven. Deshalb musste diesmal einiges raus – was Kleidung angeht kann ich mich schnell trennen, bei Taschen ist das eine andere Sache. Taschen sortiere ich eigentlich nie aus und verkaufen möchte ich sie auch nicht, selbst wenn ich sie nicht benutze. Ich habe schon seit einigen Jahren nur noch in teurere Taschen investiert und keine “günsigeren” von Zara und Co. gekauft. Genau aus diesem Grund kann ich mich nicht trennen, weil ich zu jeder Tasche eine Geschichte habe und mich irgendwann dazu entschieden habe, in sie zu investieren. Aber dass ich sie nicht weggeben kann, zeigt mir, dass ich mich jedes Mal richtig entschieden habe.

Doch leider habe ich auch gemerkt, dass ich die Taschen nicht optimal behandel. Sie liegen einfach so im Schrank – nun habe ich zu jeder Tasche und auch zu teuren Schuhen, wie meine Acne Boots oder Chloé Ballerinas, den mitgelieferten Staubbeutel gesucht und es darin in den Schrank zurückgelegt. Nun entscheide ich mich viel bewusster für eine Tasche bzw. für passende Schuhe, da sie nun sortiert im Schrank liegen. Genauso ist es beim Rest meiner Kleidungsstücke. Nach dem Aussortieren hatte ich viel mehr Platz, die Stangen hingen nicht mehr so voll und die Schubladen sind geordnet. Seitdem kombiniere und trage ich wieder ältere Kleidungsstücke. Jeder Pullover hat seinen festen Platz und ist schön eingeorndet, wodurch ich nun wieder gern in meinem Kleiderschrank stöbere und zu Sachen greife, die ich schon ewig nicht anhatte. Die Sachen haben einen neuen Wert bekommen, denn ich habe nun nicht mehr so viel Auswahl.

Genau darum geht es mir in diesem Post. Ich bin genervt von Fast Fashion, aber ich würde mich selbst nicht als radikal-minimalistisch bezeichnen. Ich möchte eine gewisse Auswahl haben, aber sie sollte beschränkt und hochwertig sein. Genau das ist das Stichwort: Wie schon bei den Taschen (die alle hochwertig sind) möchte ich auch vor meinem Kleiderschrank stehen wollen und mich jeden Morgen nicht entscheiden können, weil ich alle Sachen so schön finde. Zukünftig möchte ich in Stücke investieren, die qualitativ so hochwertig sind, dass sie ein Leben lang halten. Jede Woche aussortieren möchte ich nicht mehr, sondern die Sachen sollen nach dem Waschen noch genau so aussehen, wie vorher. Es soll eine kleinere, aber besser sortierte Auswahl in meinem Kleiderschrank sein. Minimalismus steht ganz oben auf meiner Liste – vielleicht greife ich auch das Prinzip auf, nur noch eine Sache im Monat zu kaufen, was ich mal eine Zeit lang gemacht habe? Ich denke, dass man mehr auch gar nicht braucht und die Freude über das eine Teil so viel größer ist, als das Paket mit Massen an Kleidung, von dem nur die Hälfte richtig passt.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mal Eure Gedanken über Fast Fashion äußert. Kauft Ihr gern mehr Kleidung für weniger Geld oder denkt Ihr länger vor dem Kauf darüber nach und “investiert” in hochwertige Produkte?

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14 Gedanken zu „Minimalistisch Leben | Ein paar Gedanken.“

  1. Ein interessanter Post mit vielen wahren Worten! Leider kann es sich aber nicht jeder leisten, für mehrere hundert Euro Taschen und Schuhe zu kaufen. Ich würde gern nur hochwertige Kleidung im Schrank hängen haben, aber dann hätte ich vermutlich nur eine Hose und drei Oberteile. Bis ich mir das leisten kann, dauert es noch eine ganze Weile. Ich freue mich aber darauf, wenn es so weit ist :-).

    1. Mir war klar, dass einer dieser Kommentare kommt. Ich hatte es schon oft erklärt, dass auch ich mir nicht jede Woche eine neue Tasche kaufe oder es mir leisten kann, allein ein Shirt für mehrere hundert Euro zu kaufen. Ich wollte es nicht schon wieder erklären müssen. Es geht mir nur darum, dass wir alle bisher gut mit unserem Kleiderschrank ausgekommen sind und das eine gute Grundlage ist. Wir haben alles, was wir brauchen. Jedoch alles was wir ab jetzt kaufen, einfach mal bewusster kaufen und vielleicht statt einer Großbestellung bei H&M auf Qualität achten.

    2. Und genau damit zeigst du, dass du den Artikel halt nicht so ganz verstanden hast. Es geht ja nicht darum, nur noch Sachen von teuren Labels zu kaufen, sondern nicht mehr jede Woche zu H&M zu rennen und zig billige Klamotten zu kaufen. Stattdessen vielleicht “nur noch” alle paar Monate etwas neues kaufen, das man wirklich gern hätte und wo die Qualität auch stimmt. Das muss sich ja nicht im Preisbereich von hunderten € bewegen! Gibt ja auch wirklich genug Klamotten, die zwischen Billigläden und teuren High-Fashion-Labels liegen.

  2. hallo laura ich denke die richtige Mischung machts. Einfache Standartklamotten für den normalen Alltag und ein paar besondere für das Besondere.
    viele grüße

  3. Ich stimme dir absolut zu. Fast Fashion ist nicht nur wegen der schlechten Arbeitsbedingungen der Näherin, etwas, was mich total nervt. Meistens stimmt die Qualität auch nicht um das Kleidungsstück sehr lange zu tragen.
    Es ist ein Thema, an dem sich dringend etwas ändern muss. Ich denke, dass muss bei jedem von uns in unserem Bewusstsein anfangen. Denn gegen ein paar Fast Fashion Teile spricht überhaupt nichts, jedoch macht es die Masse. Wir müssen anfangen über unseren Konsum nachzudenken und ganz ehrlich sein, ob wir das zehnte weiße T-Shirt wirklich noch brauchen.
    Wenn wir aufhören diese Massen zu kaufen, dann bleibt auch Geld um in qualitative Basics zu investieren, die ein Leben lang bleiben.

    Ganz liebe Grüße Hannah
    http://yourlookinyourlife.blogspot.de/

  4. Ich sehe dass genau wie du mit der Kleidung liebe Laura. Leider kann ich dass noch nicht ganz so umsetzen, denn dann hätte ich auch nicht so viel Auswahl und so eine kleine brauche ich schon :) Aber mit den Jahren denke ich, werde ich auch immer weniger bis gar nicht mehr bspw. bei H&M kaufen und dafür vielleicht ein hochwertiges Teil kaufen.
    Und ich finde deinen Ansatz wirklich super, dass man nur 1 Teil pro Monat kauft :)

  5. Du triffst den Nagel auf den Kopf.
    Genau so geht es mir momentan auch.
    Vor etwa zwei Wochen habe ich ebenfalls radikal ausgemistet, ich hänge nicht so sehr an meiner Kleidung. Jetzt habe ich nur noch Kleidung, die ich wirklich sehr liebe.
    Liebe Grüße
    Ruth

  6. Du hast unheimlich recht! Ich habe erst vor kurzem darüber geschrieben, mir ein Limit zu setzen, dafür aber hochwertigere Teile kaufe. Gleichzeitig beugt man so doch häufiger Fehlkäufen vor (man überlegt einfach länger). Ich habe genug Kleidung, die ich tragen kann, da brauche ich nicht 100 neue Dinge. Ich tausche viel lieber nach und nach einzelne Teile aus, die dann eben hochwertiger sind (ich studiere auch, aber trotzdem kann man sparen und dann mal investieren).
    Mir ist auch aufgefallen, dass ich mich viel mehr freue, Dinge anzuziehen, bei denen ich beim Kauf so richtig aufgeregt bin. Beim 10. H&M Oberteil ist das einfach nicht der Fall.

  7. Wie wahr! Ich bin in letzter Zeit auch eher genervt von meinem Kleiderschrank und habe zum großen Teil eh immer das gleich an. Ich hab schon so viele Sachen aussortiert, aber er er ist trotzdem noch so voll.
    Ich setze in letzter Zeit dadrauf Sachen auf dem Flohmarkt zu finden, welche nicht die 0815 Teile von H&M und Co sind. Dort findet man auch ab und zu wirklich hochwertige Kleidung zu guten Preisen. :)

    Liebe Grüße
    Isa

    iisabelsophie.blogspot.de

  8. Ein super interessanter Post :) Ich hätte auch gerne nur hochwertige Taschen – bei meinem Studentenbudget könnte ich dann wohl nur alle paar Jahre eine kaufen und so geduldig bin ich leider nicht.. Ich finde die Richtung die du einschlägst aber super interessant und beeindruckend :) Gerne mehr solche Posts!

    Alles Liebe,
    Fee

  9. Klar kaufe ich auch fast fashion aber ich merke eben auch, dass das die Teile sind, die ich irgendwann aussortiere und nicht mehr tragen möchte. Ab und zu wandern aber auch ein paar hochwertigere und vor allem zeitlosere Pullis in meinen Schrank und einige davon habe ich wirklich schon mehrere Jahre, trage sie sehr regelmäßig und möchte sie nicht mehr hergeben. Für mich lohnt es sich also ab und zu in ein paar besondere Teile zu investieren.

  10. Gute Überlegung, toller Post. Ich finde gerade Modeblogger sollten öfters über sowas reden :)
    Ich bin auch Studentin und kann mir nicht soviele teure Sachen leisten, auch wenn ich nebenbei noch jobbe. Trotzdem kann ich auf Qualität achten, drüber nachdenken in was man investiert und wie und wo die Teile produziert werden. Dann behält man die Klamotten länger im Schrank und hat mehr Freude dran.

  11. Hey Laura,
    gute Einstellung, versuche mich auch an dem Konzept, gar nicht so einfach.
    Mein Freund und ich wollen uns einen neuen Kleiderschrank zulegen. Kannst du den Pax empfehlen? So von der Qualität her? Finden nämlich, dass der für Ikea ganz schön teuer ist..
    Liebe Grüße

  12. Natürlich ein toller Grundgedanke. Nur ist hochwertig nicht gleich Fair Fashion, denn gerade Designermarken sind unglaublich intransparent was Produktionsbedingungen und Co angeht. Gleichzeitig muss Qualität auch nicht gnadenlos teuer sein.
    Ich finde dein Vorhaben super, aber ich glaube, dein Gedankengang ist noch nicht konsequent genug. :)

    Lieben Gruß,
    Jana

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