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Personal: Über Wertvorstellungen und Zufriedenheit

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Wirft man einen oberflächlichen Blick auf den Inhalt meines Blogs, scheint sich eine gewisse Vorliebe für Designertaschen herauszubilden. Vielleicht seid Ihr ja auch schon länger Leser meines Blogs, dann ist es Euch eh schon bekannt. Ich mochte schön früh in meiner Jugend das Design der sündhaft teuren Taschen und habe bereits viel Geld darin investiert. Bisher hatte ich es schon fast als Hobby gesehen. Ich habe das Gefühl, dass es irgendwie zu meinem Job als Blogger gehört, stets eine neue Tasche oder Schuhe zu besitzen. Je teurer der Look, desto höher die Likes. Das ist auch okay, denn bisher hatte auch ich immer das Gefühl oder den Druck, mitspielen zu müssen.

Es war eher schleichend und ohne, dass ich es gemerkt habe, aber irgendwann hat es angefangen, dass sich meine Werte verschoben haben. Vor einigen Tagen hatte ich dann eine ruhige Minute, als ich zusammen mit meinem Freund und unserem Hund eine Runde spazieren war, und konnte erstmal darüber nachdenken, wie sich mein Fokus verschoben hat. Ich habe dieses Jahr genau eine Tasche gekauft, die sogar halb so teuer war, als viele zuvor. Es ist immer noch viel Geld, allerdings freue ich mich jeden Tag erneut darüber, was ich bei vielen Taschen davor vielleicht nicht mehr gemacht habe.

Es fühlte sich immer an, als würde man sich neue Arbeitskleidung zulegen und ich fand es eigentlich immer nicht so gut, wenn eine neue Tasche im Trend war. Denn das hieß auch, dass man sie sich kaufen musste, um im Trend zu bleiben. Das ist definitiv ein Luxusproblem und hört sich total schlimm an, aber ein gewisser Druck mitzuhalten war einfach da. Dieses Jahr habe ich damit irgendwie unterbewusst abgeschlossen und diesen Druck nicht an mich rangelassen. Denn ganz plötzlich war die Designertasche nicht mehr das höchste Gut. Die Ansichten verschoben sich und die Menschen in meinem ganz nahen Umfeld wurden wichtiger, mein Hund nahm mehr und mehr Zeit ein, die ich gern aufbrachte. Es wurde wichtig, dass wir uns zuhause wohlfühlen und es sich auch wie ein Zuhause anfühlt. Das Geld, was sonst in eine einzige Tasche floss, investierten wir in ein neues Sofa. Die Schnäppchenmöbel, die uns an die spontane und manchmal unüberlegte Zeit erinnerten, wurden durch durchdachte Stücke ersetzt.

Und irgendwie ist das ein Spiegel dessen, wie ich mich momentan fühle. Es bildet sich heraus, was nun wichtig ist. Worin man lieber mehr investieren soll, egal ob Zeit oder Geld, damit es ein Leben lang bleibt. Und auf einmal ist es für mich total okay, dass andere vielleicht mehr Designerstücke besitzen, denn ich weiß, dass ich das so nicht möchte und andere Dinge bevorzuge. Ein großer Teil davon ist auch der Spruch „aus den Augen, aus dem Sinn“. Ich habe angefangen auch bei meinem Instagram auf das zu setzen, was mir gut tut. Auf Instagram-Stories sehe ich nun nur noch die Menschen, die mir gut tun und mir vielleicht morgens ein Lächeln aufs Gesucht zaubern, wenn ich ihre Geschichten nach dem Aufstehen ansehe. Der materielle Neid wurde einfach auf Stumm geschalten. Es ist ehrlich gesagt unglaublich, wie viel mir das gebracht hat. Denn plötzlich bin ich ganz zufrieden mit mir, mit dem was ich habe. Man hört auf sich zu vergleichen und zu denken, man hätte weniger als alle anderen. Denn eigentlich war man davor zufrieden, bis man das gesehen hatte. Sieht man es nicht, kann man diesen Neid nicht verspüren. Denn ich bin ehrlich: ich möchte kein neidischer Mensch sein. Ich war es nie und möchte es nicht sein. Das ist keine gute Eigenschaft und ich weiß nun, wodurch es kam. Deshalb bin ich froh es ablegen zu können, momentan einfach mal zufrieden zu sein und den Fokus auf das zu setzen, was mir persönlich wichtig ist.

Vielleicht hatte der Blogpost keinen roten Faden, ich weiß auch gar nicht, was ich Euch eigentlich sagen möchte. Ich habe einfach versucht irgendwie meine innere Zufriedenheit zurückzubekommen, was mir recht schnell gelungen ist und meine Laune und Motivation ungemein gesteigert hat. Ich kann mich unheimlich glücklich schätzen Bloggerin zu sein, denn es ist ein Traumjob. Und diesen Traum lebe ich nun durch und durch ohne mich mit anderen zu vergleichen. Vielleicht ein Tipp, der gerade in der Zeit von Social Media gut tut: vergleicht Euch nie mit anderen, denn ihr wisst nicht, was dahinter steckt. Setzt Eure eigenen Werte und lebt danach, ohne darauf zu achten, was die anderen haben.

Das war nur ein Bruchteil von dem, was in mir vorgeht. Was haltet Ihr von mehr persönlichen Posts?

6 Comments

  • Reply Lisa 25. Oktober 2017 at 10:02

    Vielen Dank, dass du deine Gedanken so offen mit uns teilst. Ich weiß genau was du meinst. Man denkt, dass es den anderen genauso gut geht und zusätzlich können sie sich noch Taschen oder Reisen leisten. Dass sie dafür aber eventuell ihr ganzes Geld ausgeben und vielleicht sogar im Dispo leben, weiß man ja nicht. Man sieht nur das, was sie zeigen wollen.

    Gern mehr solcher Posts!

  • Reply Lisa Coal 25. Oktober 2017 at 11:48

    Ein wunderschöner Blogpost Laura.
    Ich bin unglaublich glücklich, dass Du Deinen Weg gefunden hast. Mach weiter so. Ich mag solche persönlichen und reflektierenden Beiträge. :)

    Liebe Grüße,
    Lisa

  • Reply Valerie 25. Oktober 2017 at 14:52

    Danke für den schönen Blogpsot. Mir geht es da ganz genau wie dir und ich weiß gut, was du mit diesem Druck meinst. Aber sobald man einmal aus dieser Blase kommt, sieht die Welt ganz anders aus. Ich finde es sowieso total uninspirieren, wenn ich auf allen Modeaccounts ein und die selbe Tasche hundert mal sehe. Ich finde es viel inspirierender wenn ich sehe, wie man ein Teil in vielen verschiedenen Kombinationen tragen kann und wenn Stücke vorgeschlagen werden, die zeitlos sind und die man immer und immer wieder tragen kann, nicht nur für eine Saison. <3

  • Reply Julia 25. Oktober 2017 at 15:08

    Liebe Laura,
    das hast du sehr schön geschrieben, gerne mehr von solchen Posts :)
    Mir persönlich fällt es leider recht schwer auf Accounts zu verzichten, die „mehr“ haben als ich. Sie sind irgendwie Inspiration für mich. Ich denke, so lange ich nicht darunter „leide“, ist das auch ok. Aber die Grenzen sind wahrscheinlich fließend. Da muss man wirklich gut auf sich aufpassen. Was ich aber auch gemerkt habe, ist, dass ich einigen Leuten gefolgt bin, die mich total nerven. Ich bin ihnen mittlerweile entfolgt, das war aber ganz schön schwer, da ich irgendwie ein bisschen „sensationsgeil“ war und mich auch daran ergötzt bzw. mich über sie lustig gemacht habe. Ganz schön fies, aber so war es irgendwie :/
    Liebe Grüße

  • Reply Lisa 2. November 2017 at 13:29

    Hi Laura,
    das hast du wirklich schön geschrieben und ich bin wirklich froh, dass du diese Entwicklung wahrnimmst.
    Ich lese nun wirklich schon viele viele Jahre bei dir mit, was wirklich witzig ist, denn du bist ein gaaaanz anderer Typ Mensch als ich. Mit Designer-Taschen, dem ganzen Luxus und den teuren Klamotten habe ich persönlich nicht allzu viel zu tun (*dazu unten mehr), auch wenn es mich alles irgendwie interessiert, sonst würde ich ja nicht weiterlesen. ;-) Sogar deinen Klamottenstil und so wie du wohnst ist ganz anders als ich es tue. Dennoch lese ich seit Jahren deinen Blog und finde es total interessant wie du dich entwickelst. Ich finde man muss dazu sagen, dass du ja soweit ich das alles mitbekommen habe, auch aus einem „besserverdienenderen“ Umfeld kommst, als so manch anderer und ich glaube durch deine Familie dir die Vorliebe für Luxus ein bisschen in die Wiege gelegt wurde. Das ist auch gar nicht schlimm, aber leider habe ich es auch schon oft genug erlebt, dass Menschen, die aus dieser Richtung kommen manches gar nicht wertzuschätzen wissen und deshalb freue ich mich um so mehr, dass du diesen Post endlich geschrieben hast. Ich glaube nämlich einfach, dass es auch gut war, dass du so früh ausgezogen bist und schon in jungen Jahren sehen musst wo du finanziell so stehst. Ich durchlebe das alles irgendwie nämlich ähnlich, mein Vater hat ein eigenes Unternehmen und dadurch war bei uns auch nie das Geld knapp. Ich konnte ebenfalls früh ausziehen, hatte eine kleine finanzielle Unterstützung meiner Eltern, musste aber dennoch lernen mit meinem Geld umzugehen. Ich konnte immer meine etwas spezielleren Hobbies ausüben, welche auch nicht günstig waren, aber gerade dadurch dass ich meinen eigenen Haushalt hatte und mein Leben etwas abgenabelter von meinen Eltern gelebt habe, habe ich gelernt, dass es viel wichtiger ist, eine tolle Familie zu haben, die gut miteinander auskommt, Freunde zu haben, auf die man auch in schlechten Zeiten zählen kann und dass es manchmal einfach scheiß egal ist ob nun Gucci an der Handtasche steht oder ob sie vom Flohmarkt ist. Und so ein süßer Hund, wie ihr ihn jetzt habt, zeigt einem auch noch mal so viel Liebe und Zuneigung, dass man evtl. dadurch auch ein wenig wachgerüttelt wird. Ich wünsch dir alles alles Liebe weiterhin und würd mich über so persönlichere Blogeinträge auch total freuen in Zukunft.
    Liebe Grüße
    Lisa

    • Reply Laura 2. November 2017 at 18:27

      Liebe Lisa,
      vielen vielen Dank für deinen Kommentar. Er hat mir gezeigt, dass die Nachricht hinter meinem Post genau so rübergekommen ist, wie ich es wollte. Der Blog zeigt ja nur einen Bruchteil von dem, was wirklich im privaten Leben los ist. Mit diesme Post wollte ich ein wenig privaten Einblick geben und zeigen, wie es wirklich in mir vorgeht. Dankeschön auch dafür, dass du mir erzählt hast, wie es bei dir so ist – es ist schön zu sehen, dass andere genauso denken! <3

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