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Einen Welpen adoptieren | Unsere Erfahrung & Story

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Seit etwa 3,5 Monaten haben mein Freund und ich einen kleinen Hund. Wir haben uns damit einen großen Wunsch erfüllt. Da ich aber gern vorher eine „Anleitung“ gehabt hätte, wie ich dieses Thema angehen soll, möchte ich Euch nun mal meine Erfahrungen erzählen. Vielleicht überlegt ja der ein oder andere von Euch auch, einen Hund zu adoptieren.

Voraussetzungen

Es gibt einige Dinge, die Euch vorher klar sein sollten. Ihr solltet schon länger als ein Jahr lang sicher sein, dass ihr wirklich einen Hund möchtet. Ich weiß es schon seitdem ich ein Kind bin, dass ich irgendwann einen Hund haben möchte. Mein Freund und ich lieben Tiere, vor allem Hunde. Bei jedem Hund an der Straße werden wir schwach und von den Videos im Internet fange ich gar nicht erst an. Ich hatte leider nie Haustiere, mein Freund schon einige. Man sollte sich bewusst sein, dass sich das Leben auf den Kopf stellt und man nun mehr Verantwortung trägt. Es sollte niemals ein Weihnachtsgeschenk sein – nie, nie, nie. Wir haben uns zusammen entschieden und waren auch zusammen beim „Vorstellungsgespräch“ für den Hund.

Wie und wo finde ich ihn/sie

Da komme ich auch schon zum nächsten Punkt. Wo haben wir die Kleine gefunden? Wir hatten eine Zeit lang eine Patenschaft für einen Hund im Tierheim. Sie wurde aber vermittelt und deshalb hatten wir nie die Chance, sie kennenzulernen. Nach dem Umzug in eine neue Wohnung wurde der Wunsch dann größer und wir fragten die Erlaubnis eines Hundes beim Vermieter an. Dies passierte am gleichen Tag, als ich auch Elli entdeckt habe. Es ging bei uns alles sehr schnell. Ich wachte morgens auf und setzte mich noch vor dem Frühstück an ebay Kleinanzeigen. Da war eine ganz neue Anzeige von einem kleinen Welpen. Mir war wichtig, dass die Anzeige seriös war – da die Frau nur zwei Hunde „anbot“, dachte ich, dass es eine private Vermittlerin sei. Wir haben uns beide direkt in Elli verliebt. Allerdings glaubte ich nicht, dass wir sie kriegen, da wir weder die Genehmigung hatten und auf ebay Kleinanzeigen so viele Menschen suchen. Ich schrieb ihr also sofort, als ich die Bilder gesehen habe, ob wir vorbeikommen können und sie ansehen könnten. Erst danach schickte ich die Anfrage an die Vermietung. Eine Stunde später hatte ich dann einen Termin für den nächsten Tag, um Elli mal anzusehen. Fast gleichzeitig kam die Bestätigung von der Vermietung. Ich war erst mal überglücklich. Schlafen konnte ich in dieser Nacht nicht. Am nächsten Tag um 18 Uhr fuhren wir dann zu ihr und als die Tür aufging, verliebten wir uns in sie. Die Vermittlerin war super lieb und wir unterhielten uns fast zwei Stunden mit ihr. Sie nimmt die Hunde in ihrer privaten Wohnung auf und vermittelt sie dann dort. Elli war ein Straßenhund aus Rumänien und war anfangs sehr scheu – an diesem Abend konnten wir sie nur kurz streicheln. Sie war schon beim Tierarzt und hatte alle erforderlichen Papiere und Impfungen. Elli hatte keine Krankheiten, nur etwas Husten vom Transport. Den Preis, den die Vermittlerin gefordert hat, war nur die Schutzgebühr. Für sich selbst wollte sie also gar nichts, allerdings haben wir ihr doch etwas gegeben. Wir haben ihr dann an diesem Abend erzählt, dass wir Elli gern hätten. Sie druckte auch gleich alles aus und schon am nächsten Tag wollte sie Elli vorbeibringen. Wir hätten sie auch abgeholt, aber sie wollte sich noch mal unsere Wohnung ansehen – was ich übrigens sehr toll finde. Innerhalb von drei Tagen hatten wir die Kleine also. Es war aber das Timing, bei dem wir so Glück hatten. Wir waren scheinbar die ersten, die ihr geschrieben hatten und danach kam noch ein richtiger Ansturm. Nennen wir es Schicksal. Für uns war übrigens klar, dass wir einen Welpen wollten, nachdem das mit den Tierheim nicht so geklappt hat. Hauptsächlich deshalb, weil es unser erster Hund war und wir dachten, dass es so am Besten wäre. Bei der Rasse hatten wir keinen bestimmten Wunsch. Es sollte kein Mini-Hund sein, aber auch kein Großer, da wir ihm/ihr sonst nicht den gewünschten Auslauf bieten könnten. Elli sah erst mal so aus als würde sie noch sehr wachsen, hat nun aber eine tolle Größe und wiegt etwa 10kg. Die Rasse ist nicht genau bekannt, da sie ein Straßenhund ist.

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Vorbereitungen

Als dann klar war, dass die Kleine am nächsten Tag kommt, mussten wir alles sehr schnell vorbereiten. Es hat mir aber so viel Spaß gemacht, haha. Wir hatten also nur einige Stunden, um alles ready zu machen. Deshalb fuhren wir zu Fressnapf und kauften dort erst mal eine komplette Erstausstattung. Hier würde ich sagen, dass ihr ca. 200€ einplanen müsst, um auch gute Sachen zu kaufen. Die Vermittlerin gab uns auch viele Tipps. Zur Erstausstattung würde ich mal zählen: Körbchen, Näpfe (gern mehr, da sie in der Spülmaschine landen), Leine, Halsband, Futter, Spielzeug und Hygieneartikel. Da Elli nicht stubenrein war, holten wir auch Reinigungsmittel und Zewa. Zusätzlich kam dann noch bei uns ein Autogurt, Schleppleine, Shampoo für Welpen und ein Geschirr dazu. Das ist mal die Grundausrüstung. Im Monat würde ich sagen, dass wir für Elli ca. 30-50€ ausgeben. Je nachdem, was wir noch brauchen.

Die ersten Tage

Nachdem wir sie dann bekamen, waren die ersten Tage total auf sie fokussiert. Alles drehte sich um sie. Wir lernten sie erst mal besser kennen und merkten, was sie schon kann und was sie so mag. Von Beginn an waren die Aufgaben verteilt: Ich bin für die Erziehung zuständig, mein Freund für das Gassi gehen. Ich gehe natürlich auch Gassi, aber morgens um 7 Uhr geht dann meistens er. Ich wollte unbedingt einen gut erzogenen Hund und trainierte mit ihr die ersten Wochen jeden Tag etwa eine halbe bis ganze Stunde. Jeden Tag gab es dann ein neues Problem. Mal wollte sie nicht über die Bahnschienen, mal wollte sie gar nicht aus der Haustür. Man muss geduldig sein und immer der Beschützer sein. Alles legt sich mit der Zeit und ich hörte auf, mir zu viele Gedanken zu machen. Die Kleine macht das ja auch das erste Mal.

Erziehung

Anfangs trainierte ich 30-60 Minuten mit ihr am Tag. Nicht am Stück, sondern immer wieder. Mit den Wochen wurde es leider etwas weniger, aber im Alltag eben alle nötigen Dinge. Sie kann viele Befehle, aber ist auch nur ein Lebewesen mit einem eigenen Willen. Wenn sie nicht möchte, macht sie es auch gern mal nicht. Da sie aber erst 8 Monate alt ist, ist sie noch etwas aufgedreht. Das legt sich aber mit jeder Woche mehr und so wie wir die Erziehung momentan beibehalten, ist es ganz gut denken wir.

Unterstützung

Seitdem wir Elli haben, habe ich erst gemerkt wie wichtig ein Partner bei so etwas ist. Egal ob es der Freund, die Mama oder gute Freunde sind. Allein würde ich es nicht so gut meistern können. Da wir gleichermaßen mit dem Hund Zeit verbringen, ist es einfach nur perfekt. Wenn der eine gerade etwas machen muss, dann kann der andere einspringen.

So verändert sich das Leben mit Hund

Seitdem wir die kleine Elli haben, hat sich unser Leben total verändert. Es gibt keine Tage mehr, an denen wir nicht rausgehen. Man muss immer Gassi gehen, hat plötzlich Verantwortung. Aber die Kleine gibt einem so viel Liebe zurück, dass man manchmal vor Glück weinen könnte. Wenn sich jemand freut, wenn du Zuhause bist oder mit dir kuschelt. Außerdem ist sie ein toller Ausgleich zu meinem Job, den ich von Zuhause aus meistere. Es gibt auch nichts Schöneres als die täglichen Spaziergänge zu dritt. Ich würde sie gegen nichts eintauschen.

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5 Comments

  • Reply Mareike 27. März 2017 at 20:23

    Diesen treuen Hundeaugen kann man aber auch wirklich nicht widerstehen! Und sie sieht soo flauschig aus, ich würde sie am liebsten direkt kuscheln haha.

    • Reply Laura 27. März 2017 at 21:08

      Jetzt weißt du wie es mir jeden Tag geht :D

  • Reply Anni 28. März 2017 at 12:57

    Schön geschrieben, da bekomme ich direkt Lust auf einen Hund. Allerdings bin ich ja mehr die Katzenlady und meine beiden Stubentiger halten mich ziemlich auf Trapp. Der eine kam übrigens ebenfalls von Kleinanzeigen Ebay und es war Liebe auf den ersten ‚Klick‘ – und auch ich würde die beiden gegen NICHTS eintauschen.

  • Reply Denise 28. März 2017 at 16:28

    Was für ein toller, ausführlicher Post! Eigentlich kommentiere ich fast nie bei Blogs, heute bei dir glatt zwei Mal :D

    Ich würde gerne etwas zum Geschirr anmerken. Ein Geschirr ist eine großartige Sache, es hat viele Vorteile gegenüber einem Halsband. Wir haben uns bei unserem Hund für ein Maßgeschirr entschieden. Der Grund dafür ist, dass industriell gefertigte Geschirre in der Regel zwar mehrfach verstellbar sind, aber ein wirklich guter Sitz wird so nie erreicht. Dabei ist ein perfekter Sitz unheimlich wichtig. Halspartie und Schultergelenke müssen frei liegen, damit der Hund nicht in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Der Zugpunkt muss am Brustkorb liegen und auf keinen Fall zu hoch, denn da liegt die empfindliche Luftröhre des Hundes. Uns ist im Tierhandel damals dringend dazu geraten worden in ein Maßgeschirr zu investieren, denn jeder Hund hat einfach verschiedene Proportionen und die Kraft, mit der ein Hund sich in ein Geschirr hängen kann, ist enorm. Wir haben für ein maßgefertigtes Führgeschirr für einen großen weißen Schäferhund keine 80€ gezahlt, das zahlt man auch locker für ein industriell gefertigtes aus dem Tierhandel. :)

    Ich weiß nicht ob es okay ist, aber ich füge hier noch mal einen informativen Link an (wenn nicht, bitte entschuldige!) :
    http://www.wuff.eu/brustgeschirre-%C2%ADumdenken-erforderlich/

    Ich wünsche euch auf jeden Fall noch eine wunderschöne und lange Zeit mit eurer kleinen Elli :)

  • Reply Maggy Wittmann 29. März 2017 at 20:56

    Liebe Laura, mein ganzes Leben habe ich eigentlich Angst vor Hunden, bis ich ich den Hunde meines Freundes kennenlernte. Seitdem freunde ich mich mehr und mehr mit dem Gedanken an selbst man einem Hund ein Zuhause zu geben und eure Ellie ist einfach ein absolutes Goldstück. Unglaublich süß.
    Ich freue ich für euch und auch für Elli,
    Liebste Grüße
    Maggy

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